Wohnen auf ZeitFerienwohnungenCity ApartmentsJobsSuchauftrag
Alloggia Apartments

Stornierung einer Buchung

Der Beherbergungsvertrag für eine Ferienwohnung kommt durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen zustande. Im Zuge der fortschreitenden Technik wird zukünftig der Vertragsabschluss zunehmend online geschehen. Es ist letztlich rechtlich gleichgültig, ob der Beherbergungsvertrag per Brief, Telefax oder per E-Mail zustande kommt. Auch durch wechselseitige E-Mails kann ein Beherbergungsvertrag zustande kommen.

Eine schriftliche Buchungsbestätigung, die aufgrund einer Buchungsanfrage ausgestellt wird, ist für beide Vertragsparteien verbindlich. Es liegt keine unverbindliche Reservierung vor, sondern es ist ein Beherbergungsvertrag zustande gekommen. Der Vertrag kommt auch zustande, wenn die Parteien über den Apartmentpreis bei der Buchungsanfrage nicht verhandelt haben. In diesem Fall bringt der Gast zum Ausdruck, dass er bereit ist, den vom Vermieter bzw. Hotel üblichen Zimmerpreis zu zahlen. Das geht aus einem Urteil des LG Frankfurt am Main vom 18.05.2005, Az: 2-01 S 53/04 hervor.

Im Vergleich zum Mietvertrag (vgl. § 535 BGB) wird beim Beherbergungsvertrag eine Beherbergung geschuldet, d.h. es wird nicht nur die Raumnutzung gewährt, sondern es werden zusätzliche Dienstleistungen geschuldet wie z. Bsp. die Endreinigung, Wechsel der Bettwäsche und der Handtücher. Es handelt sich also um einen gemischten Vertrag mit Elementen des Miet-, Dienst- und Werkvertrags.

Wurde ein verbindlicher Beherbergungsvertrag geschlossen, so gilt: Gebucht ist gebucht.

Stornierung einer Buchung

Gast und Gastwirt sind an einen einmal geschlossenen Vertrag gebunden. Es gibt kein gesetzliches Rücktritts- oder Widerrufsrecht. Daher kann keiner der Vertragsparteien einseitig vom abgeschlossenen Vertrag zurücktreten, ganz gleich welche Stornogründe vorliegen. Die einzige Ausnahme liegt bei "Höherer Gewalt" vor. Schlechtes Wetter, Krankheit und selbst ein Todesfall im engsten Familienkreis rechtfertigen keinen Rücktritt vom Vertrag, vgl. § 537 BGB. Die Parteien können sich jedoch jederzeit auf eine einvernehmliche Auflösung des Vertrages einigen. In diesem Fall kann der Vermieter bzw. der Hotelier den vereinbarten Mietpreis abzüglich seiner ersparten Aufwendungen vom Gast verlangen.

Stornogebühren

Der Gast ist zur Entrichtung des Übernachtungspreises auch verpflichtet, wenn er sich nach erfolgter Buchung vom Vertrag lösen will. Der Gastwirt ist in diesem Fall berechtigt, Stornogebühren zu verlangen. Die Stornogebühr beziffert sich nach der vertraglich geschuldeten Gegenleistung abzuglich der vom Gastwirt ersparten Aufwendungen (z. Bsp. verminderte Betriebskosten, Bewirtung, Bettwäsche).

Hierbei haben sich in der Praxis handelsübliche Pauschalsätze herausgebildet, vgl. auch OLG Düsseldorf, NJW-RR 1991, 1143. Bei einer reinen Übernachtung (ohne Frühstück, Halb- oder Vollpension) können demnach bis zu 90 % des vereinbarten Preises als Stornogebühr berechnet werden. Bei einer frühen Stornierung z. Bsp. 90 Tage vor Anreise können die Stornokosten entfallen oder deutlich geringer bemessen werden.

Wir empfehlen unseren Gästen grundsätzlich eine Reiserücktrittsversicherung.

In den Fällen, in denen der Vermieter z. Bsp. wegen einer Doppelbuchung storniert, muss er dem Gast Schadenerstatz leisten oder eine adäquate Ersatzwohnung mit gleichwertiger Ausstattung und Lage bereitstellen.


  Alloggia Blog Autor

Autor: Alexander Klein
Aktualisiert: 13.05.2022

Like 0    Dislike 0

Einen öffentlichen Kommentar hinzufügen

   
 Name:
 E-Mail:
 Ihr Kommentar
 Spam-Überprüfung: Bitte das Wort fewo eintippen.

Kommentare

Alloggia Messenger Alloggia Messenger

Alloggia is online!
Kann ich Ihnen behilflich sein?
Ihr Ansprechpartner: ALGO

OK